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Kurzer geschichtlicher Abriss: Ein
spanischer Seefahrer soll die Insel erstmals 1510 gesichtet haben.
Auf einer Seekarte von 1527 waren die Inseln bereits verzeichnet.
In den kolumbianischen Geschichtsbüchern gilt 1537 als Jahr der
Entdeckung durch den spanischen Seemann Don Luis de Colon. 1543
wurden die Inseln dem spanischen Kolonialreich einverleibt. Im Jahr
1629 begannen Engländer mit der Besiedlung der Inseln, wurden
dann aber von den Spaniern 1641 vertrieben. Dann erst wieder 1778
begann eine Neubesiedlung durch einen Sklavenhändler aus
Jamaika. In der Folgezeit stritten sich Spanier und Engländer
um die Vorherrschaft. 1822 wurden die Inseln dann an das
neugegründete Groß-Kolumbien angegliedert.
Einreise Für die Einreise
benötigt man einen, noch 6 Monate gültigen, Reisepass.
Ein Visum ist für Touristen nicht erforderlich. Impfungen sind
nicht vorgeschrieben. Die erforderlichen Formulare für die
Einreise erhalten Sie vor der Landung in Bogotá im Flugzeug.
Für die Einreise nach San Andrés benötigen Sie
nochmal eine Extra-Einreisekarte. Diese Einreisekarte kaufen Sie
vor dem Weiterflug nach San Andrés am Schalter der
Fluggesellschaft AEROREPUBLICA im Flughafengebäude in
Bogotá. Sie kostet 43.000 Peso (Stand Januar 2011)
und muss auch mit Peso bezahlt werden. Im
Flughafengebäude, eine Treppe höher, stehen verschiedene
Geldautomaten, wo Sie problemlos mit Ihrer Kreditkarte Pesos
abheben können. Ausreise Die Bescheinigung für die
ermäßigte Ausreisesteuer bekommen Sie jetzt nicht mehr
bei der Einreise, sondern in Bogotá bei der Ausreise. Falls
Sie hier einen örtlichen Führer haben, wird der diese
Formalität für Sie erledigen. Ansonsten begeben Sie sich
vor dem Einchecken zu dem Counter "EXENCION DE IMPUESTOS".
Dieser befindet sich im Flughafengebäude direkt neben dem
Eingang/Ausgang Nr. 6, gegenüber den IBERIA-Schaltern. Hier
legen Sie Ihren Pass und Ihr Ticket vor und erhalten kostenlos
diese Ermäßigungsbescheinigung. Dann gehen Sie zum
Counter Ihrer Fluggesellschaft. Hier ist ein extra
"Kassenhäuschen" aufgebaut, an dem Sie die Ausreisesteuer im
Zuge des check-in bezahlen. Sie beträgt bei Vorlage der
Ermäßigungsbescheinigung z.Zt. 32 US-Dollar (Stand Febr.
2007). Sie können auch in Peso bezahlen (71.000 COP), was aber
ungünstiger ist.
Der beste Reiseführer, das Reisehandbuch San Andrés, erschienen im Unterwegs-Verlag (ISBN: 3-86112-046-1), ist vergriffen und auch im Buchhandel nicht mehr erhältlich. Gelegentlich wird es aber bei amazon.de oder eBay gebraucht angeboten. Nähere Informationen finden Sie hier! Den im Handel erhältlichen Reiseführer "Costa Rica mit Ausflügen nach Panama und San Andrés" kann ich für San Andrés-Reisende nicht empfehlen, da die Insel nur kurz auf 3 Seiten mit dürftigen Informationen abgehandelt wird.
Neu als Buch
erschienen ist eine ethnohistorische Studie zum Geschichtsbild der
alteingesessenen "Native Islanders" auf der Insel. Von der
Entdeckung und Besiedlung bis zur heutigen Zeit erfahren Sie in dem
Buch OUR NATIVE THING mehr über
Kirche, Sprache, Musik, Rastafari, Reggae, Geschichte und die
Entstehungsgeschichte der afrokaribischen Kultur, als bisher
über San Andrés veröffentlicht wurde. Mehr Infos
und die Möglichkeit es zu bestellen hier! Alle oben aufgeführten Titel finden Sie auch kompakt im neuen San Andrés Büchershop! Dazu weitere Bücher, Romane und Berichte zu Kolumbien allgemein. Hier klicken! Die Umgangssprache ist Spanisch. Mit Englisch kommt man aber auch überall zurecht. Sie sprechen noch kein spanisch, möchten sich aber im Urlaub verständigen können? Dann empfehle ich Ihnen das unterhaltsame New Amici Deutsch-Spanish Sprachlernspiel für die ganze Familie. Spanisch lernen ganz einfach ohne Vokabeln "büffeln".
Geld Die Währung ist der kolumbianische Peso. Den aktuellen Kurs finden Sie im Währungsumrechner. Sie sollten unbedingt eine Bank- oder Kreditkarten mitnehmen, denn damit kann man problemlos Geld an Automaten abheben. Die Mitnahme von US-Dollar in bar oder Traveller-Schecks ist nicht zu empfehlen, denn der Umtauschverlust ist sehr groß (ca. 30 %). €uro kann man im Flughafen von Bogotá umtauschen, auf San Andrés bisher nicht. Nebenkosten Die Nebenkosten sind im Vergleich zu den anderen,
bekannten, Karibikinseln sehr gering. Durch den Verfall des Peso
sind viele Sachen teilweise günstiger, als 1996 bei meiner
ersten Reise dorthin. Wenn Sie kein All-Inclusive buchen, können Sie in den zahlreichen Restaurants gut und billig essen. Auch in den besten Restaurants zahlen Sie für das teuerste Gericht weniger als 10,-- Euro. Getränke (Spirituosen) sollten Sie immer in Flaschen bestellen. Das ist allgemein üblich und erheblich billiger, als Einzelgetränke. Smaragde Aus Kolumbien kommen bekanntlich die besten Smaragde der Welt und werden auch auf San Andrés äusserst günstig angeboten. Wenn Sie an Smaragdschmuck interessiert sind, fallen Sie nicht auf die "fliegenden Händler" mit ihren vermeintlichen Schnäppchen rein, sondern kaufen Sie nur im Fachgeschäft. Eine große Auswahl zu fairen Preisen finden Sie bei DISEÑOS DANIEL. Coranda, die Inhaberin, kenne ich schon seit Jahren. Sie ist Holländerin und spricht u.a. perfekt deutsch. Hier werden sie bestens beraten und können sicher sein, echten Schmuck mit Zertifikat zu kaufen. Das Ladenlokal finden Sie im New Point (Centro Comercial), gleich das 1. Geschäft rechts um die Ecke.
Telefonieren kann man
innerhalb der Insel von öffentlichen Telefonzellen ab 100 Peso und von den meisten
Hotels kostenlos. Ins Ausland telefoniert man am billigsten von der
TELECOM in Ort San Andrés. Telefonkarten, wie es früher
erforderlich war, braucht man nicht mehr zu kaufen. MOBILFUNK: Mobil telefonieren können Sie mit einem Tri-Band-Handy. Die deutschen Roaming-Partner des kolumbianischen Mobilfunkanbieters Colombia Movil SA sind T-Mobil, vodafone, e-plus und O2. Post Die Post wird bei der neuen "Correos de Colombia
adpostal" aufgegeben. Das Gebäude befindet sich auf der
Hauptstrasse nach San Luis ca. 200 bis 300 Meter nach der
großen Polizeistation auf der rechten Seite, gegenüber
dem Hafen. Hier kaufen Sie Briefmarken und hier geben Sie auch Ihre
Post auf. Das Porto für eine Postkarte nach Europa
beträgt 5.000 Peso (Stand 03/2005). Internet-Cafés gibt es inzwischen an jeder Ecke, die Meisten im Ort San Andrés. Bringen Sie etwas Geduld mit, denn die Verbindungen sind sehr langsam. Sie sollten auch die Preise vergleichen, sie schwanken zwischen 800 und 2000 Peso für eine 1/4 Stunde. Hier noch ein Tipp für Formel 1 Fans: Direkt gegenüber von Manolo´s Bar steht das Haus der Großeltern von Juan Pablo Montoya. Sie haben bis zum Jahr 2001 noch dort gewohnt. Es ist jetzt vermietet und die neue Besitzerin betreibt dort ein Restaurant. In den hinteren Räumen wird kolumbianisches Kunsthandwerk und Bilder von einheimischen Künstlern angeboten. Bei Interesse einfach hineingehen, die Besitzerin führt sie gerne herum. Mit den öffentlichen Bussen kommt man billig überall hin. Die Busse halten auf Handzeichen an jeder Stelle. Der Fahrtpreis beträgt 1100 Peso (Stand 12/2005) für eine Fahrt, egal wo hin, und ist beim Fahrer zu bezahlen. Es gibt einige feste Haltestellen, ansonsten rufen Sie an der Stelle wo Sie aussteigen möchten laut "STOP" oder "PARADA", und der Bus hält. Man kann sich auch Autos, Roller,
Motorräder, Elektro-Golfwagen usw. mieten. Hier sollte man
sich das zu mietende Objekt aber vorher genau ansehen, denn
"TÜV" gibt es nicht! Sicherheit San Andrés ist immer noch der sicherste Ort von
ganz Kolumbien! Die Probleme auf dem Festland sind eigener Natur
und betreffen die Insel in keinster Weise. Es gibt jedoch viele
illegal eingereiste Kolumbianer vom Festland auf der Insel, die,
meistens ohne Arbeit, versuchen, sich auf andere Art und Weise
ihren Lebensunterhalt zu beschaffen. Man sollte daher die
bekannten, unsicheren Gegenden wie Flughafen und die Gegend um
Pepper-Hill meiden. Auch die Ratschläge der Reiseleitung oder
der Einheimischen, welche Gegend man nicht unbedingt mit dicker
Goldkette, Rolex und Videokamera aufsucht, sollte man beherzigen.
Aber das ist wohl auf der ganzen Welt so. San Andrés-Stadt
ist, auch nachts, immer noch als sicher anzusehen. Es gibt auch
eine spezielle Touristen-Polizei, alle englisch sprechend, an die
man sich mit evtl. auftauchenden Problemen wenden kann.
Ist Kolumbien sicher? Eine interessante Seite zu diesen Thema allgemein mit Kommentaren von Reisenden und dort Lebenden finden Sie hier! Reinschauen lohnt sich auf jeden Fall.
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